Statistik bestätigt: Home Staging wird Standard beim Immobilienverkauf

Fotocredit: Francesca Tosolini for UnsplashHome Staging am Beispiel eines Schlafzimmers

Home Staging (Inszenierung einer Wohnung oder eines Hauses mit Einrichtungsgegenständen) wird auch in Deutschland Standard, das belegt die neue Verbandsstatistik der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V. (DGHR).

„Ob Makler, Bauherren oder private Hausverkäufer, sie wollen Home Staging und zwar den ganzen Service“, sagt Iris Houghton, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V. beim Blick in die aktuelle Statistik des Berufsverbandes. Ausgewertet wurden für die Statistik über 1500 Projekte von 2014 bis 2020. Die Vergleichszahlen zeigen deutliche Veränderungen. So sind heute 80 Prozent aller Immobilienprojekte vor dem Home Staging noch nicht im Verkauf gewesen. Im ersten Erhebungszeitraum aus den Jahren 2014/2015 waren noch 40 Prozent der Immobilien erfolglos am Markt platziert worden, bevor Home Staging genutzt wurde und – so die DGHR e. V. – für gute Verkäufe sorgte. Home Staging sei mittlerweile ein fester Teil der Immobilienvermarktung und das schon für die Erstpräsentation der Immobilie. Darauf wollen Immobilienprofis wie Makler und Bauherren immer seltener verzichten, heißt es in der Pressemitteilung. Sie zahlen das Home Staging auch aus eigener Tasche, weil sich gestagete Immobilien schneller und zu einem besseren Preis verkaufen. Auch das dokumentiere die aktuelle Statistik.

DGHR-Home Stagerin Susanne Humbert von raumwerte Home Staging & Immobilienmarketing, hat an der Auswertung der Statistik mitgearbeitet. Sie findet es spannend, dass Home Staging auf dem seit Jahren sehr hochpreisigen Immobilienmarkt noch immer in fast 40 Prozent der Verkäufe für einen zusätzlichen Mehrerlös sorgt. „Und dabei sprechen wir ja meistens von einigen zehntausend Euro, was beweist, wie sehr unsere Arbeit sich lohnt.“

Auf den ersten Blick in die Wohnung verlieben

Einen weiteren Aspekt können die Home Stagerinnen Nadine Rieth und Susanne Humbert aus ihrer Erfahrung bestätigen: „73 Prozent der Auftraggeber wollen von uns das komplette Servicepaket. Dann beinhaltet unsere Home Staging-Leistung eine Vollausstattung mit Leihmöbeln und die Durchführung nötiger Renovierungsarbeiten, um das Haus oder die Wohnung auf Fotos und bei den Besichtigungen bestmöglich zu präsentieren.” Das Ziel ist es, dass die Käufer sich auf den ersten Blick in die neuen vier Wände verlieben. Laut Rieth und Humbert werden über die Hälfte der gestageten Immobilien in den ersten vier Wochen verkauft, 11 Prozent sogar gleich bei der ersten Besichtigung.

Über die DGHR

Der deutsche Berufsverband für Home Staging und Redesign wurde 2010 gegründet und engagiert sich als offizielles Organ als Sprachrohr der Branche. Der Verband hat rund 200 Mitglieder und verleiht einmal jährlich im Rahmen einer großen Gala die DGHR-Stars. Diese Auszeichnungen werden von einer Jury aus namhaften Immobilienexperten ausgewählt.

Mehr Infos dghr-info.de

Fotocredit: Francesca Tosolini for Unsplash